Disziplinarkomitee

Geschäftsordnung des Disziplinarkomitees am Rg/WRg VIII

Den Intentionen der Hausordnung und der Verhaltensvereinbarungen folgend greift das Disziplinarkomitee Anlassfälle auf für welche die Einberufung einer Disziplinarkonferenz nicht erforderlich ist, für die aber dennoch ein ”Handlungsbedarf” besteht.

Das Disziplinarkomitee sieht sich als schulinterne Schlichtungsstelle, die auf Objektivität und Ausgewogenheit bedacht ist.

Ziel des Disziplinarkomitees ist es einvernehmliche Lösungen zu finden. Es bespricht das Problem, erarbeitet Lösungsverschläge, die in Vereinbarung mit den betroffenen SchülerInnen verbindlich umgesetzt werden sollen. Es bietet damit die Möglichkeit zur Wiedergutmachung und damit zur Tilgung von Verwarnungspunkten.

1. Einsetzung

1.1. Die Einsetzung des Disziplinarkomitees (DK) erfolgt auf Beschlüsse des Schulgemeinschaftsausschusses (SGA) am 24. Oktober 2000 und 21. Juni 2011 in Erweiterung der Hausordnung.

1.2. Die vorliegende Geschäftsordnung legt Rahmenbedingungen fest, die eine einvernehmliche Vorgangsweise möglich machen sollen.

2. Aufgaben

2.1. Das DK tritt auf Veranlassung (siehe 6.3 und 6.4) zusammen und berät auffällige Vorfälle des schulischen Alltags. Insbesondere werden im DK Maßnahmen diskutiert, wenn SchülerInnen zwanzig Verwarnungspunkte erhalten haben.

2.2. Das DK ersetzt nicht die Disziplinarkonferenz, die in den im Schulorganisationsgesetz (SchOG) vorgesehenen Fällen einzuberufen ist. Es ist aber zulässig, das DK vor einer Disziplinarkonferenz einzuberufen.

2.3. Das DK soll in schulpartnerschaftlicher Grundhaltung gemeinsame Interessen der Schulgemeinschaft sichern, wenn diese durch das Verhalten einzelner Personen oder Gruppen gefährdet sind.

2.4. Das DK beschließt erzieherische Maßnahmen und kann auch verbindlich die Abhaltung einer Disziplinarkonferenz fordern.

2.5. Das DK soll die Deeskalation bei konfliktträchtigen Situationen ermöglichen.

3. Zusammensetzung des DK

3.1. Das DK ist mit allen Schulpartnern besetzt.

3.2. Die Schulleiterin gehört dem DK mit Stimmrecht an und leitet die Sitzungen. Sie kann ihre Funktion fallweise einem Mitglied des Lehrkörpers übertragen. Ihre Funktion wird bei Abwesenheit automatisch von ihrer Stellvertreterin wahrgenommen.

3.3. Das DK wird im Regelfall von jeder Schulpartnergruppe mit mindestens einem und maximal drei Vertretern beschickt.

3.4. Die Größe des DK wird von der Direktorin vor der Sitzung festgesetzt und kann von den Schulpartnern jeweils einvernehmlich neu vereinbart werden.

3.5. In jeder Gruppe soll ein SGA-Mandatar oder ein von ihm bestimmter Vertreter der entsprechenden Schulpartnergruppe anwesend sein.

3.6. Die weiteren Vertreter sind so zu nominieren, dass eine kompetente Befassung mit dem Anlassfall möglich ist (Klassenvorstand, Klassensprecher, Klassenelternvertreter, PeermediatorInnen).

4. Gäste

4.1. Direkt und indirekt Betroffene können nur durch die Direktorin zur Stellungnahme eingeladen werden.

4.2. Die Vorsitzende des DK kann die Auskunftspersonen von Diskussion und Abstimmung ausschließen.

5. Protokoll

5.1. Die Sitzung muss durch ein Kurzprotokoll festgehalten werden, das zumindest die folgenden Informationen enthält:

  • Datum und Ort des Zusammentreffens
  • Anlassfall und Datum der Einladung
  • Information zum Anlassfall
  • stimmberechtigte Mitglieder
  • Gäste und Auskunftspersonen
  • wesentliche Elemente der Sitzung und Beschlüsse
  • Zeitpunkt des Endes
  • Unterschrift des/r SchriftführerIn (siehe 5.3), der Direktorin und je eines Vertreters der anderen Schulpartner.

5.2. Der Inhalt der Diskussion im DK ist von allen Teilnehmern an den Sitzungen vertraulich zu behandeln sofern er nicht im offiziellen Kurzprotokoll dokumentiert ist.

5.3. Das Protokoll wirdmit dem Protokollformular noch während der Sitzung erstellt und soll von den Schulpartnern abwechselnd geführt werden.

6. Einladung

6.1. Der Termin zum Zusammentreten des DK wird im Anlassfall von der Schulleiterin mit einer Einladung an die Vertreter aus der Schulpartnerschaft kundgemacht. Diese sind für die Nominierung der Vertreter ihrer Gruppe verantwortlich. Die Namen sind der Direktorin unverzüglich zu nennen.

6.2. Begleitend mit der Einladung, spätestens aber 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin des Zusammentreffens, muss den Mitgliedern des DK der Anlass in ausreichender Genauigkeit vorgestellt werden (schriftlich, per Telefax oder E-Mail).

6.3. Auf Wunsch von fünf Lehrern oder je einem Vertreter der drei Schulpartner muss die Direktorin binnen einer Woche einen Termin für die Sitzung des DK bekannt geben.

6.4. Die Schulleiterin hat das Recht, eine DK-Sitzung nach eigenem Ermessen zu veranlassen.

7. Beschlussfassung

7.1. Die Vertreter der Schulpartner und die Direktorin haben in Abstimmungen je eine Stimme.

7.2. Eine Stimmübertragung ist nicht vorgesehen. Bei kurzfristiger Verhinderung eines Mitglieds des DK kann ein Mitglied in einer Schulpartnergruppe dessen Stimme übernehmen, wenn alle anderen Mitglieder im DK zustimmen.

7.3. Beschlusstexte müssen einfach, klar und eindeutig formuliert sein.

7.4. Die Beschlüsse werden während der Sitzung im Protokoll aufgenommen .